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Die Kosten, die Finanzlage, die Rolle des Fördervereins

Freibadmodernisierung - Vor der Entscheidung des Stadtrates müssen noch zahlreiche Fragen geklärt werden.

Krumbach

Ein neues Nichtschwimmerbecken aus Edelstahl mit zahlreichen Attraktionen wie Breitrutsche, Massagedüsen, Bodensprudel, Regentoren oder auch Schaukelbucht. Dazu eine Teilerneuerung der mitunter mehr als 50 Jahre alten Wassertechnik: Die Krumbacher Kommunalpolitiker waren insgesamt sehr angetan von der Planung für die Sanierung des Freibades, die in einer gemeinsamen Sitzung des Haupt-/Werkausschusses und des Bauausschusses vorgestellt wurde. Doch da war auch immer wieder Blick auf die Kosten.


In den 1960er Jahren am
Nichtschwimmerbecken. 
Foto: Sammlung Faist

Kosten/Fragen
Stadtwerkeleiter Dietmar Müller sprach von rund 2,1 Millionen Euro netto, die durch eine Darlehensaufnahme finanziert werden müssten. Die laufende Abfinanzierung (Tilgung/Zinsen) des Projektes müsste laut Werkleiter Dietmar Müller über 25 Jahre über den städtischen Haushalt erfolgen. Die Kosten teilen sich, so Müller, folgendermaßen auf: Das Edelstahlbecken würde etwa 520 000 Euro kosten, die Breitrutsche 58 000 Euro. Freibad-Fördervereinsvorsitzender Albert Kaiser erklärte im Vorfeld der Sitzung, dass der Verein die Finanzierung der Rutsche übernehmen möchte. Bürgermeister Fischer hofft auf einen Beitrag des Vereins in Höhe von 100 000 Euro. Für weitere Attraktionen würden 41000 Euro anfallen. Für die Technik seien circa 609 000 Euro angesetzt. Der Rest der Kosten falle für diverse Arbeiten, Bauleistungen usw. an. Kann die Stadt Krumbach, die finanziell bekanntlich nicht auf Rosen gebettet ist, das stemmen? Und: Braucht eine Stadt wie Krumbach, die sich zur „Gesundheitsstadt“ entwickeln will, auch mit Blick auf die Konkurrenz in der Nachbarschaft nicht ein modernes Bad? Viele Fragen, die jetzt zur Klärung anstehen. 

Zeitplan
Das soll in einer relativ kurzen Zeit geschehen. Am Montag, 25. Februar, soll der Stadtrat entscheiden. Stimmt er zu, dann könnte es mit den Arbeiten am 1. September 2013 losgehen. Das Bad würde dann wegen der Bauarbeiten vorzeitig geschlossen. Zum Saisonbeginn 2014 würde dann ein modernisiertes Bad zur Verfügung stehen. (pb)

aus Mittelschwäbische Nachrichten, MITTWOCH, 6. FEBRUAR 2013