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Nichtschwimmerbecken „am Ende“

Freibad - Umfangreiche Sanierung für 2013 geplant. Attraktivität soll gesteigert werden. Eventuell Breitrutsche mit Wellen und Sprungbereich. Fachmesse wird besucht

Das Nichtschwimmerbecken wurde 1961/62 gebaut. Foto: Stadtarchiv

VON MONIKA LEOPOLD-MILLER

Krumbach 50 Jahre Freibad Krumbach: Das ist sicherlich ein Grund zum Feiern. Doch 50 Jahre bedeuten auch, dass das Bad in die Jahre gekommen ist und umfangreiche Sanierungen bereits notwendig waren (das Schwimmerbecken und das Heizsystem wurden erneuert) und weiterhin auch erforderlich sind. Als „definitiv am Ende“ bezeichnete Bürgermeister Hubert Fischer den Zustand des Nichtschwimmerbeckens im Freibad.

Höherer sechsstelliger Betrag wird erwartet
„Da kommt ein großer Brocken auf uns zu“, hieß es in der Sitzung des städtischen Haupt- und Personalausschusses zum Thema Freibad. Bei den Kosten für die Sanierung geht Fischer von einem „höheren sechsstelligen Betrag“ aus, wie auf Nachfrage zu erfahren war.

Die Folienhaut, die rund 30 Jahre alt ist, müsse erneuert werden. 50 Jahre alte Röhren seien verrostet und der Beton bröckle ab. Die Sanierungsarbeiten sind für den Herbst 2013 vorgesehen. Im Sommer 2014 würde dann das sanierte Becken wieder zur Verfügung stehen. Es ist der dritte Sommer in Folge, in dem das Wetter nicht gerade zum Baden einlädt. Laut Werkleiter Dietmar Müller haben in diesem Jahr bisher rund 25 000 Gäste das Freibad besucht. Im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres waren es circa 30 000 Badegäste.

Das könnte auf einen neuen Minusrekord bei den Besucherzahlen in diesem Jahr hindeuten. „Die schönen Wochenenden fehlen vor allem“, betonte Müller. Wenn es um die Sanierung des Nichtschwimmerbeckens geht, mache er sich Gedanken, wie man gleichzeitig die Attraktivität des Bades steigern könnte. Beispielsweise durch eine zweite Rutsche im Nichtschwimmerbecken, eine sogenannte Breitrutsche mit Wellen, und eventuell einen weiteren Sprungbereich, meinte Müller. Für den Herbst plant Müller den Besuch der Fachmesse für Bäder in Stuttgart, um sich dort Informationen und Anregungen zu holen. „Da gibt es zahlreiche Möglichkeiten für eine Umgestaltung“, betonte Fischer. Man müsse jedoch abwägen, was zum einen räumlich und zum anderen finanziell machbar ist. Auf jeden Fall soll das Bad attraktiver gestaltet werden. Attraktionen sollen geboten werden, die es an einem Badeweiher nicht gibt.

In der Sitzung meinte Dr. Marcus Härtle (UFWG), dass man bei der Anhebung der Gebühren, speziell bei der Einzelkarte für Erwachsene, etwas zu zögerlich gewesen sei. (Hier wurde der Eintrittspreis von 3 Euro auf 3,50 Euro erhöht.) Gerhard Ringler (CSU) ging aufgrund der vorliegenden Zahlen zum Kanal- und Wasserwerk, laut denen es in diesen Bereichen voraussichtlich in den nächsten Jahren kein Minus geben wird, davon aus, dass man den „Riesenbrocken Freibad“ dann eher tragen könne. Laut Müller sei mit öffentlichen Zuschüssen eher nicht zu rechnen. Doch in den Förderverein Freibad werden hinsichtlich finanzieller Unterstützung Hoffnung gesetzt, wie Bürgermeister Fischer in der Sitzung meinte.

Badegäste
Die Besucherzahlen des Krumbacher Freibades:

  • 2005 78 782 Besucher
  • 2006 83 937 Besucher
  • 2007 63 225 Besucher
  • 2008 70 805 Besucher
  • 2009 68 961 Besucher
  • 2010 59 879 Besucher
  • 2011 60 033 Besucher
  • 2012 rund 25 000 Besucher (bis heute).
    Vergleichszeitraum 2011: rund 30 000 Besucher. (lmm)

aus Mittelschwäbische Nachrichten, MITTWOCH, 18. Juli 2012