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Freibadsanierung: Entscheidung vertagt

Stadtrat - Kontroverse Diskussion um Nichtschwimmerbecken und Technikerneuerung

Das Krumbacher Freibad aus der Vogelperspektive. Viele Teile des Nichtschwimmerbeckens (links) sind über 50 Jahre alt. Archivfoto: Ulrich Wagner

VON PETER BAUER

Krumbach Die Summen für den Neubau von Kindergärten/-krippen liegen höher. Doch da gibt es reichlich Zuschüsse. Bei der Freibadsanierung (Erneuerung von Nichtschwimmerbecken und Technik) ist die Lage anders. Rund 2,1 Millionen sieht die Planung der Stadt vor, die Stadt schlägt eine Finanzierung durch Kreditaufnahme vor. Das deutet die Dimension des Projektes an. Diese Dimension wurde auch am Montagabend in der Diskussion des Krumbacher Stadtrates deutlich. Mit einer knappen Mehrheit von 12:10 Stimmen wurde die Entscheidung in Sachen Badsanierung vertagt und auf Montag, 18. März verschoben. Den entsprechenden Antrag hatte der SPD-FraktionsvorsitMinzende Christoph Helmes gestellt. Etliche Räte betonten am gestrigen Abend, dass sie sich angesichts der Komplexität der Thematik nicht imstande sähen, sofort eine Entscheidung zu treffen. Sie wünschten sich vor einem Beschluss mehr Zeit. Bürgermeister Hubert Fischer hatte sich dafür ausgesprochen, eine Entscheidung für die Sanierung noch am Montagabend zu treffen. Der 18. März sei der letzte mögliche Termin, sonst könne nicht wie geplant mit den Arbeiten am 1. September begonnen werden.

Dirk Hartisch vom auf Bäder spezialisierten Büro Möller und Meyer (Gotha/Fürstenfeldbruck) stellte die verschiedenen Alternativen vor. Fließen kämen wegen der Frostanfälligkeit im Winter für das Nichtschwimmerbecken nicht infrage. Alternative 2: Ersatz der alten Folie, die einem Flickenteppich gleicht, durch eine neue. Aber auch in diesem Fall wäre die Technik umfassend zu erneuern.

So würden bei einer Folienlösung die Investitionskosten nur um rund 140000 Euro unter der von der Stadt favorisierten Edelstahllösung (siehe Grafik oben) liegen. Unterhalt und spätere Entsorgung wären aber bei der Folienlösung deutlich teurer als bei einem Edelstahlbecken.

Claus Brückmann (CSU) brachte die Variante ins Spiel, sich wie in Mindelheim mit einer Sanierung des Beckenkopfes zu begnügen. Mindelheim und Krumbach seien nicht vergleichbar, entgegnete der Bürgermeister. Albert Kaiser (JW/OL, er ist auch Vorsitzender des Freibad- Fördervereins) und Dr. Josef Langenbach (UFWG) sowie Wilhelm Kielmann (CSU) sprachen sich für den Vorschlag der Stadt aus.

Christian Plail, Dr. Marcus Härtle (UFWG) und Gerhard Weiß (CSU) plädierten wie Christoph Helmes (SPD) für mehr Bedenkzeit. Auch Johann Geiger (JW/OL) war der Ansicht, dass über das Thema auch noch drei Wochen später entschieden werden könne. Christoph Helmes stellte dann den entsprechenden Antrag, der mit 12:10-Stimmen angenommen wurde. So steht das Thema am 18. März erneut auf der Tagesordnung (ein weiterer Bericht folgt).

aus Mittelschwäbische Nachrichten, DIENSTAG, 26. Februar 2013