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Unterschriftenübergabe vor entscheidender Sitzung

Freibadsanierung - Kerstin Liebl und Sandra Berger haben Listen in Krumbacher Geschäften ausgelegt

Kerstin Liebl (links) und Sandra Berger engagieren sich mit einer Unterschriftenaktion für die Sanierung des Nichtschwimmerbeckens im Krumbacher Freibad. - Foto: Mathias Endres

Krumbach Vor Kurzem sorgten Unterschriftenlisten in den Krumbacher Geschäften noch für Verwirrung (wir berichteten). Nun ist klar, wer die Initiatoren sind: Kerstin Liebl und Sandra Berger, zwei Mütter Krumbacher Grundschulkinder, zählen zu den „besorgten Mamas“, die sich entschlossen haben, etwas zu unternehmen. „Wenn das Kind schon im Brunnen liegt, ist es zu spät, sich zu beklagen“, sagt Liebl.

Die Idee einer Unterschriftenaktion kam den beiden, weil auf der Kippe stehe, ob das Nichtschwimmerbecken des Freibades saniert wird. Die Mütter sammeln Unterschriften, um das Interesse der Bürger am Erhalt des Bades schriftlich zu belegen. Seit einer Woche liegen die Listen mit dem Titel „Freibad Krumbach – wir sind für den Erhalt und die Sanierung“ in gut zehn Geschäften in der Stadt aus. Noch vor der nächsten Stadtratsitzung sollen diese der Stadt übergeben werden.

Nach dem Bericht unserer Zeitung über den unklaren Verfasser habe sich bei den Geschäftsinhabern Skepsis breitgemacht, schildert die zweifache Mutter. „Dabei sind es in einer Woche bereits mehr als 200 Unterschriften.“

Das Bad als „Paradies für Kinder“

Ihr Anliegen seien keine weiteren kostspieligen Attraktionen, sondern lediglich die Sanierung des Nichtschwimmerbeckens. „Wir brauchen keine Strudel oder großes Brimborium.“ Das Stadtbad liege optimal, die gute Wasserqualität sei mit der umliegender Gewässer nicht vergleichbar. Auch der günstige Preis und die Verpflegungsmöglichkeiten mache das Freibad zu einem Paradies für Kinder, schwärmt die zweifache Mutter. „Dieser Luxus muss uns erhalten bleiben.“

Am Montag, 18. März (Sitzungsbeginn 18.30 Uhr) will der Stadtrat in Sachen Freibad entscheiden. Das Ziel der Mütter, ganze 500 Unterschriften zusammenzubekommen, sei ambitioniert, aber notwendig, denn es gebe keine Alternative zum Freibad Krumbach. Liebl sieht der Sitzung mit „gemischten Gefühlen“ entgegen: „Ich glaube, die Befürworter der Sanierung des Nichtschwimmerbeckens sind noch in der Minderheit. Aber es wäre doch ein Jammer, wenn wir deswegen unser Geld ins Bad nach Weißenhorn tragen müssten.“ (dres)

aus Mittelschwäbische Nachrichten, DONNERSTAG, 14. MÄRZ 2013