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Freibad ab September geschlossen

Sanierung - Arbeiten beginnen jetzt doch wie ursprünglich geplant. 2,3 Millionen Euro Kosten

Wesentliche Teile des Krumbacher Nichtschwimmerbecken stammen noch aus den Anfangsjahren des über 50 Jahre alten Freibades. Foto: Stadt Krumbach

VON LENA WAGNER UND PETER BAUER

Krumbach „Und nachher gehe ich noch ins Freibad“, sagt Krumbachs 2. Bürgermeister Gerhard Weiß zum Finale des Gesprächs. Gang ins Bad – häufig Gelegenheit hat er dazu nicht mehr. Denn nach Auskunft der Stadt schließt das Krumbacher Freibad nun doch am Montag, 2. September. Vor einigen Wochen hatte es Bürgermeister Hubert Fischer (derzeit in Urlaub) noch für denkbar gehalten, dass das Bad wie u?blich bis Mitte September geöffnet sein könnte, da die Sanierungsarbeiten eventuell nicht früher beginnen könnten. Nun aber bleibt es bei der ursprünglichen Planung: Saisonschluss und Sanierungsbeginn Anfang September. Neu gestaltet werden unter anderem das Nichtschwimmerbecken und die Wassertechnik.

Durch den frühzeitigen Beginn der Bauarbeiten im September könne der sehr knappe Zeitplan besser eingehalten werden, so Weiß. Bei planmäßigem Ablauf soll das dann runderneuerte Freibad pünktlich zum Beginn der Badesaison 2014 den Badegästen wieder zur Verfügung stehen. Am 2. September werden zunächst Maßnahmen wie das Wasserablassen vorbereitet. Das Bad müsse aus technischen Gründen komplett geschlossen werden: „Die Technik wie die Pumpe oder das Filtersystem des Nichtschwimmerbeckens ist mit den anderen Becken verbunden. Die Bauarbeiten an diesem einem Becken haben also umfassendere Auswirkungen“, erklärt Weiß. Und es sei zu gefährlich für Badegäste, wenn Bauarbeiter auf dem Gelände hantieren. Rund 2,1 Millionen Euro waren ursprünglich fu?r die Sanierung des Freibades veranschlagt. Nach den jüngsten Berechnungen der Krumbacher Stadtwerke (wir berichteten) muss jetzt mit 2,3 Millionen Euro gerechnet werden. Vor einigen Wochen hatte der Krumbacher Stadtrat über die Bewilligung der Mehrkosten zu entscheiden. Mit 13:5 Stimmen signalisierte er schließlich sein Einverständnis. Geplant ist im Zuge der Erneuerung des Nichtschwimmerbeckens auch eine neue Breitwellenrutsche (Kosten rund 60 000 Euro). Diese soll durch Spenden finanziert werden. Hier wiederum ist der Förderverein federführend.

Besucherzahlen haben sich solide entwickelt

Angesichts der lang anhaltenden Hitze haben sich die Besucherzahlen im Krumbacher Freibad insgesamt solide entwickelt. Bürgermeister Hubert Fischer rechnete zuletzt damit, dass der langjährige Durchschnitt von rund 75 000 Besuchern erreicht werden könnte. Im vergangenen Jahr 2012 waren es rund 60000 Besucher, im Rekordsommer 2003 lag die Zahl bei 124 000 Besuchern.

aus Mittelschwäbische Nachrichten, MITTWOCH, 23. AUGUST 2013