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Saniertes Bad wohl Mitte Mai offen

Großprojekt - Sachstand im Stadtrat vorgestellt. Und es gab auch ein bisschen Wahlkampf

Mitte Mai könnte das grundlegend sanierte Freibad (im Bild Arbeiten am neuen

VON PETER BAUER

Krumbach Kein Gegenkandidat für Bürgermeister Hubert Fischer, bislang kaum heftige öffentliche Auseinandersetzungen: Wenn jemand den Krumbacher Kommunalwahlkampf als laues Lüftchen bezeichnet, kann man ihm nur schwer widersprechen. Am Montagabend kam dann doch so etwas wie Wahlkampfatmosphäre auf im Stadtrat. Die Stadt präsentierte den Sachstand bei der Freibadsanierung (Wassertechnik und Nichtschwimmerbecken). Der SPD-Fraktionsvorsitzende Christoph Helmes sprach von einer Jubelaktion. Dabei hätten die Bürger bislang nicht erfahren, was die Stadtverwaltung in Sachen Haushalt für 2014 vorschlage. Anders als heuer habe man am 25. Februar 2013 bereits über den Haushalt debattiert. Bürgermeister Hubert Fischer wies die Kritik von Helmes zurück. Der Haushalt könne erst fertiggestellt werden, wenn die entsprechenden Rahmenbedingungen klar seien. Ähnlich sah dies 2. Bürgermeister Gerhard Weiß (CSU). Man brauche das Jahresergebnis des Vorjahres als Grundlage. Auch Christian Plail (UFWG) sprach von der Notwendigkeit belastbarer Zahlen. Der Antrag von Helmes auf Missbilligung der Vorgehensweise der Stadtverwaltung wurde mit 15:3 Stimmen abgelehnt.

Dann referierte Werkleiter Dietmar Müller über die Freibadsanierung. Bei den Kosten (2,3 Millionen waren veranschlagt) liege man im Plan. Auch beim Zeitplan der Arbeiten. Dabei profitiert die Stadt vom milden Winter. Müller sagte, er sei zuversichtlich, dass das sanierte Bad Mitte Mai öffnen könnte. Neben der Wassertechnik wird vor allem das Nichtschwimmerbecken neu gestaltet. Müller sprach von insgesamt 2,341 Millionen Euro Kosten. Die neue Breitwellenrutsche des Nichtschwimmerbeckens (42000 Euro) könne aber durch vom Freibad-Förderverein organisierte Spenden aufgebracht werden. Darüber hinaus könnten die Bänke rund um das neue Becken (etwa 11 000 Euro) ebenfalls durch entsprechende Spenden finanziert werden. Helmes kritisierte die Sanierung. Wenn Geld fehle, könne man sich nicht ein neues Auto leisten, wenn die Kupplung kaputt sei. Bürgermeister Fischer wies dies zurück.

Präsentiert wurde am Montag auch noch das vorläufige Rechnungsergebnis für 2013. Mit 10,7 Millionen Euro lag das Steueraufkommen der Stadt etwa auf dem Niveau des Vorjahres (weiterer Bericht folgt).

aus Mittelschwäbische Nachrichten, DIENSTAG, 25. FEBRUAR 2014