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Rettungsturm, Wasserwachtsraum, wärmeres Wasser im Planschbecken

Freibad Ursula Bader und ihre Unterstützer setzten in jüngster Zeit bemerkenswerte Akzente. Was für die nächste Zeit alles geplant ist

Krumbach 2,3 Millionen Euro für neues Nichtschwimmerbecken und Wassertechnik: Es war die größte Investition im Krumbacher Freibad in den vergangenen Jahrzehnten. Die Badegastzahlen der letzten warmen Tage deuten darauf hin, dass sich die Investition gelohnt hat. An einem Tag kamen nach Auskunft der Stadtwerke rund 3000 Besucher ins Bad. Nach der großen Investition 2013/14 soll es jetzt mit vielen kleinen Schritten weitere Verbesserungen geben. Ein Raum für Wasserwacht und Aufsichtspersonal wurde komplett neu eingerichtet. Dort können unter anderem Badegäste bei Bedarf behandelt werden. Für Wasserwacht und Aufsichtspersonal wurden auch neue Umkleideräume (in dem Bereich, in dem sich früher die Sammelumkleide befand) eingerichtet. Und wann steht der Rettungsturm? Er sollte bekanntlich bereits zur neuen Saison stehen, doch es gab Verzögerungen (wir berichteten). Dietmar Müller, Leiter der für das Bad zuständigen Stadtwerke, sagte auf Anfrage unserer Zeitung, dass er weiterhin keine Prognose abgeben könne. Die Krumbacher Stadträtin Ursula Bader hingegen ist nach wie vor zuversichtlich, dass es mit dem Aufbau des Turms bis Ende Juni oder Anfang Juli klappen könnte.

Gemeinsam für das Freibad: Unser Bild zeigt Sponsoren, Helfer sowie Mitarbeiter der Stadtverwaltung und des Bades auf der Treppe der neuen Rutsche. Ursula Bader, die Werbegemeinschaft und weitere Helfer brachten in den vergangenen Monaten eine ganze Reihe von Aktionen für das Bad auf den Weg.

Fotos: Peter Bauer

Ursula Bader im neu gestalteten Raum für Wasserwacht und Aufsichtspersonal im Krumbacher Freibad.

2013/14 waren Nichtschwimmerbecken und Wassertechnik für 2,3 Millionen Euro grundlegend erneuert worden. Das Bild entstand bei der Einweihung 2014.

Ursula Bader und die Werbegemeinschaft Krumbach sind bekanntlich die Initiatoren der jüngsten Aktionen für das Krumbacher Freibad. Als Sponsoren konnte Ursula Bader die heimischen Unternehmen/Geschäfte Medi-Pro, Maier und Sohn, Bahnhof-Apotheke, Schreinerei Geiger, Möbel und Raumausstattung Kornegger, Spengler Elektro und Christa Striegel gewinnen. Bei einem Weißwurstfrühstück im Krumbacher Freibad, spendiert von Ursula Bader, dankte die Stadträtin allen Unterstützern für ihren Einsatz. Als nächstes Projekt steht der neue Rettungsturm an, der an der Treppe zwischen Schwimmerund Nichtschwimmerbecken platziert werden soll. Durch den Turm wird die übersicht über die Geschehnisse in beiden Becken deutlich verbessert. Und bei kühlem, feuchtem Wetter könnte das Aufsichtspersonal in einer trockenen Kabine sitzen. Dietmar Müller nennt den Turm entsprechend „Rettungs- und Aufsichtsturm“. Im Bereich des Turmes könnten ferner Notfallgeräte wie ein Defibrillator untergebracht werden. Müller rechnete zuletzt mit Kosten von rund 15 000 bis 20 000 Euro. Noch im März hatte es bei einer Versammlung des FreibadFördervereins vonseiten der Stadt geheißen, dass der Turm zur Saisoneröffnung bereitstehe. Ursula Bader und ihre Helfer hatten sich bekanntlich unter anderem mit einer großen Aktion in der Krumbacher Lichternacht für den Turm engagiert. Die jetzt eingetretenen Verzögerungen hatten zu Verstimmungen zwischen Ursula Bader und der Stadtverwaltung geführt (wir berichteten). Ursula Bader und Dietmar Müller betonten nun aber beim Essen im Freibad mit Nachdruck, dass sie nach vorne blicken wollen. Um die Planung des Turms kümmert sich ehrenamtlich Architekt Jochen Jakob.

Wärmeres Wasser im Kinderplanschbecken: Dies sei in nächster Zeit ein weiteres Ziel, erklärte Dietmar Müller. „Wir klären gerade die Möglichkeiten ab.“ Eventuell müssten rund 50 000 bis 100 000 Euro investiert werden. Umgesetzt werden könnten die Planungen aber nicht mehr in diesem Jahr. Nach den Investitionen der jüngsten Zeit, insbesondere für neues Nichtschwimmerbecken und Technik, sieht Werkleiter Müller das Bad auf einem guten Weg und „zukunftsorientiert“.

aus Mittelschwäbische Nachrichten, DIENSTAG, 9. JUNI 2015