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Ursels Sprung ins zehn Grad kalte Wasser

Freibad - Wie die offizielle U?bergabe des neuen Rettungsturms zu einer spektakula?ren Aktion wird. Die Freibadsaison beginnt nicht am 5. Mai, sondern am 12. Mai

VON MANFRED KELLER

Krumbach Die gängige Redensart vom „Sprung ins kalte Wasser“ hat Ursula Bader wörtlich genommen: Noch vor Start in die Badesaison 2016 (geplant ist die Öffnung des Krumbacher Freibads laut Stadtverwaltung für den 12. Mai – und nicht, wie ursprünglich in Aussicht gestellt, am 5. Mai) konnte sie es (zunächst) nicht erwarten, aus purer Freude über die Fertigstellung des von ihr initiierten neuen FreibadRettungsturmes vom Dreimeterbrett des Schwimmerbeckens zu hechten? Springen? Sich vom Brett schieben zu lassen? Nein: Die Ursel hat das unter aufmunternden Zurufen nach zunächst zaghaftem Zögern beherzt geschafft. Sie ist ins zehn Grad kalte Wasser gesprungen und hat sich den warmen Beifall der applaudierenden Freibad-Gäste vom Ufer aus verdient!

Doch zunächst der Reihe nach: Die feierliche übergabe des Rettungsturmes im Freibad Krumbach von der Werbegemeinschaft an die Stadt sollte durch ein kleines Event den großen Dank sichtbar machen, die die Initiatorin des Projektes „Rettungsturm im Freibad“ Ursula Bader für Sponsoren, den Förderverein Freibad und die Werbegemeinschaft zum Ausdruck bringen wollte. Als Vorsitzende der Werbegemeinschaft Krumbach oblag Christa Striegel der Part der Begrüßung und Danksagung, insbesondere an Ursula Bader, alle Förderer und Sponsoren des besonderen Unternehmens.

Die Übergabe des neuen Rettungsturmes im Krumbacher Freibad ist besiegelt. Über das gelungene Werk freuen sich (von links) Bürgermeister Hubert Fischer, Ehrhard Klaus vom planenden Architekturbüro Jakob, Initiatorin Ursula Bader, Architekt Jochen Jakob, Christa Striegel von der Werbegemeinschaft Krumbach und Stadtwerkeleiter Dietmar Müller. Rechts: Hinab ins zehn Grad kalte Wasser: Ursula Baders Sprung.

Fotos: Manfred Keller

Als „waschechte Krumbacherin“ liege ihr das Stadtbad ganz besonders am Herzen, ließ die Bader Ursel dann vom Rettungsturm aus verkünden. Damit auch in Zukunft ungetrübter Badespaß gewährleistet werden kann, sei ihr schon vor Jahren die Idee gekommen, für einen modernen und zweckmäßigen Rettungsturm zu werben. Zusammen mit zahleichen Helfern hat „das Krumbacher Original“ Veranstaltungen organisiert, unter anderem „Krumbacher Schwimmwasser“ verkauft, Haussammlungen durchgeführt und bei Geschäftsleuten Firmen und Vereinen kräftig (und immer wieder) für Unterstützung ihrer Vision „Freibad-Rettungsturm“ geworben. Sie erkenne in dem neuen Rettungsturm ein gutes Beispiel dafür, was man als Gemeinschaft leisten kann. Bader: „Das Bauwerk ist die Summe unser aller Bemühungen und ein Dank für unsere schöne Stadt, die alles bietet, um sich wohlzufühlen“.

Attraktivität und Lebendigkeit, das wünsche sich die unermüdlich Spenden sammelnde Chef-Organisatorin Ursel Bader weiterhin für Krumbachs schönes Freibad und bekannte mit Blick auf den neuen Rettungsturm voller Stolz, dass es schön sei, eine Krumbacherin zu sein. Und: „Danke und wir haben es geschafft!“

In seiner Dankadresse hob Krumbachs erster Bürgermeister Hubert Fischer hervor, welche Qualität der Rettungsturm für das Bad bedeute und die Hilfe, die sich für das Badepersonal ergebe. Jedenfalls ist Krumbachs schönes Freibad dank der Hilfe vieler um Ursula Bader herum eine Attraktivität reicher. Und nach den Worten ließ Baders Ursel Taten sehen: Es folgte der angekündigte „Sprung ins kalte Wasser“.

Bei der Versammlung des Freibad-Fördervereins im April hatte Dietmar Müller, Leiter der Krumbacher Stadtwerke, angekündigt, dass die Freibadsaison in diesem Jahr bereits am Donnerstag, 5. Mai (Christi Himmelfahrt) eröffnet werde – wenn das Wetter mitspiele. Für die nächste Woche ist zwar immerhin immer wieder Sonne angekündigt, doch die Temperaturen „knacken“ die 20-Grad-Marke eventuell erst am Samstag/Sonntag. Aber das Wasser im Bad wird bekanntlich mit einer Wärmepumpe beheizt, die der Kammel Wärme entzieht. Die Kammel aber ist nach den zuletzt frostigen Tagen noch kalt.

aus Mittelschwäbische Nachrichten, MONTAG, 02. MAI 2016